Digitale Zulassung
Online-Zulassung per i-Kfz: Wie funktioniert die digitale Fahrzeuganmeldung?
9.7.2026 · 5 Min
Das i-Kfz-Verfahren ermöglicht die vollständige Fahrzeuganmeldung, Ummeldung und Abmeldung über das Internet. Wir erklären, was Sie benötigen und wie der Prozess abläuft.
Was ist i-Kfz?
i-Kfz steht für „internetbasierte Fahrzeugzulassung" und ist das offizielle System des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) für digitale Zulassungsvorgänge in Deutschland. Das System wird schrittweise ausgebaut: Ab Stufe 4 (seit 2023) sind vollständige Neuzulassungen, Ummeldungen, Wiederzulassungen und Abmeldungen online möglich.
Die Grundlage bilden § 12 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) und die dazugehörigen KBA-Regelungen. Teilnehmende Zulassungsbehörden ermöglichen den vollständigen Vorgang ohne persönliches Erscheinen.
Was benötigen Sie für die Online-Zulassung?
Für eine Online-Zulassung per i-Kfz sind drei Voraussetzungen entscheidend: ein eID-fähiger Personalausweis (der Online-Ausweis muss aktiviert sein), ein NFC-fähiges Smartphone mit der App „AusweisApp" sowie die Sicherheitscodes aus den Fahrzeugdokumenten.
Den Sicherheitscode der Zulassungsbescheinigung Teil I finden Sie auf der Rückseite – das verdeckte Feld muss erst freigerubbelt werden. Auch die ZB II enthält einen solchen Code. Rubbeln Sie diese Felder erst frei, wenn sie tatsächlich benötigt werden.
- Personalausweis mit aktivierter eID-Funktion
- AusweisApp auf NFC-fähigem Smartphone
- Sicherheitscode aus ZB I (ggf. freikratzen)
- Sicherheitscode aus ZB II (ggf. freikratzen)
- eVB-Nummer Ihrer Kfz-Versicherung
- SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer
Wie läuft der Prozess ab?
Sie rufen das i-Kfz-Portal Ihrer zuständigen Zulassungsstelle auf oder nutzen einen autorisierten Dienstleister. Nach Eingabe der Fahrzeugdaten identifizieren Sie sich per eID. Das System prüft die Sicherheitscodes, die eVB und das SEPA-Mandat.
Nach erfolgreicher Prüfung wird das Fahrzeug zugelassen. Die Zulassungsbescheinigungen werden per Post zugestellt. In der Zwischenzeit erhalten Sie eine digitale Bestätigung für die Teilnahme am Straßenverkehr.
Wann ist i-Kfz nicht möglich?
Nicht alle Zulassungsbehörden nehmen am i-Kfz-Verfahren teil. Außerdem setzt das System voraus, dass das Fahrzeug bereits im Fahrzeugregister des KBA erfasst ist – was bei Neuwagen ab Werk oder bei bereits zugelassenen Gebrauchtfahrzeugen in der Regel der Fall ist.
Bei Fahrzeugen mit technischen Besonderheiten, Ausnahmen oder individuellen Auflagen kann ein persönlicher Besuch bei der Zulassungsstelle weiterhin notwendig sein.
Anmeldefuchs als Alternative: Alles aus einer Hand
Wer den technischen Aufwand scheut oder kein NFC-Smartphone hat, kann Zulassungsvorgänge über Anmeldefuchs beauftragen. Der Prozess ist ähnlich strukturiert – Fahrzeug- und Halterdaten werden digital eingegeben, die Legitimation erfolgt über einen sicheren Ident-Schritt.
Das Ergebnis: Die Zulassung wird für Sie abgewickelt, ohne dass Sie selbst ein i-Kfz-Portal aufrufen oder Ihr Ausweisdokument technisch konfigurieren müssen.
Fazit: Digitale Zulassung ist möglich – mit den richtigen Voraussetzungen
i-Kfz ist ein wichtiger Schritt zur Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland. Wer die technischen Voraussetzungen erfüllt, kann Zulassungsvorgänge vollständig ohne Behördenbesuch erledigen. Für alle anderen ist ein beauftragter Zulassungsservice die unkompliziertere Alternative.
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