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Kennzeichen

Rotes Kennzeichen: Was ist das und wer darf es nutzen?

8.7.2026 · 4 Min

Rote Kennzeichen sieht man vor allem bei Autohändlern und Werkstätten. Wir erklären, was dahinter steckt, wer sie beantragen kann und was damit erlaubt ist.

Was ist ein rotes Kennzeichen?

Das rote Kennzeichen – offiziell als Händlerkennzeichen bezeichnet – ist ein dauerhaft zugeteiltes Kennzeichen, das von Kfz-Händlern, Kfz-Herstellern und Kfz-Werkstätten für Probefahrten, Überführungen und Prüffahrten genutzt werden darf. Es ist auf weißem Hintergrund mit roter Schrift gedruckt und trägt kein spezifisches Ablaufdatum.

Nicht zu verwechseln ist es mit dem gelben Kurzzeitkennzeichen (für Privatpersonen, befristet auf 5 Tage) oder dem Ausfuhrkennzeichen (ebenfalls gelb, für den Fahrzeugexport).

Wer darf ein rotes Kennzeichen beantragen?

Rote Kennzeichen werden ausschließlich an Betriebe vergeben, die gewerbsmäßig mit Fahrzeugen handeln, diese herstellen oder reparieren. Privatpersonen können kein rotes Kennzeichen beantragen.

Berechtigt sind: Kfz-Händler, Kfz-Werkstätten, Kfz-Hersteller und Importeure sowie zugelassene Prüfstellen. Die Zulassungsstelle prüft die Gewerbeberechtigung bei der Antragstellung.

  • Kfz-Händler (Neu- und Gebrauchtfahrzeuge)
  • Kfz-Werkstätten und Reparaturbetriebe
  • Fahrzeughersteller und Importeure
  • Prüfstellen (TÜV, DEKRA etc.) – für Prüffahrten
  • Privatpersonen: nicht berechtigt

Wofür darf das rote Kennzeichen genutzt werden?

Das rote Kennzeichen darf ausschließlich für betriebliche Zwecke verwendet werden: Probefahrten mit Kunden, Überführungsfahrten zwischen Betrieben, Abnahmefahrten vor dem Verkauf sowie Prüffahrten nach einer Reparatur.

Eine private Nutzung – also das Nutzen des Kennzeichens für eigene Fahrten ohne betrieblichen Zweck – ist ausdrücklich verboten und kann zu Strafverfolgung, Versicherungsproblemen und dem Entzug des Kennzeichens führen.

Versicherung beim roten Kennzeichen

Für rote Kennzeichen besteht eine eigene Sammelversicherung (Händlerkennzeichen-Versicherung), die alle Fahrten unter diesem Kennzeichen abdeckt – unabhängig davon, welches Fahrzeug gerade genutzt wird. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber einer fahrzeuggebundenen Versicherung.

Fazit: Exklusiv für Kfz-Gewerbetreibende

Das rote Kennzeichen ist ein praktisches Werkzeug für Kfz-Betriebe – flexibel nutzbar für viele Fahrzeuge, ohne Einzelzulassung. Für Privatpersonen ist stattdessen das Kurzzeitkennzeichen die richtige Wahl.

Nächster Schritt

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Kurzzeitkennzeichen beantragen

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